Für mich ists wohl zu spät

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Ich ärgere mich gerade ohne Ende, das könnt ihr mir glauben. Eigentlich nämlich bin ich gerade dabei, mich darauf vorzubereiten, endlich ein eigenes Haus zu bauen. Ich hab mich mal ein bisschen über das Bausparen informiert und bin ehrlich gesagt ziemlich frustriert. Und zwar ist es so, dass man fürs Bausparen schon eine Menge Zeit braucht, bis man dann wirklich mal Eigenkapital hat, mit dem man was anfangen kann. Warum ich mich jetzt ärgere ist einfach der Grund, dass meine Eltern als ich noch ein Kind war keinen Gedanken an das Bausparen verschwendet haben, obwohl sie es mal besser getan hätten. Je früher man nämlich mit dem Bausparen anfängt, desto besser ist es. So wäre es doch nur zu gut gewesen, wenn meine Eltern sich schon als ich ein ganz kleines Kind war, einfach mal einen Vertrag zum Bausparen abgeschlossen hätten. Hätten sie das nämlich getan, müsste ich mir jetzt nicht Gedanken machen, ob ein Haus für mich tatsächlich leistbar ist oder nicht. Ich meine, ja, theoretisch hätte auch ich für mich selbst Bausparen können, aber das funktioniert nicht mit einem Auszubildendengehalt und jetzt, wo ich schon seit längerem ein festes Gehalt habe, ist es trotzdem irgendwie zu spät. Mindestens 15 Jahre müsste ich nämlich investieren, um auch nur irgendwie durch das Bausparen erfolgreich sein zu können. In 15 Jahren aber bin ich meiner Meinung nach einfach zu alt, als dass das Bausparen jetzt für mich noch eine passende Alternative wäre. So schaue ich jetzt statt nach Bausparen nach Möglichkeiten, einen Hausbau ganz ohne Eigenkapital zu finanzieren und das ist echt nicht einfach. Wenn man mal so einen Kredit bekommt, dann sind die Zinssätze mehr als nur hoch und das ärgert mich dann umso mehr.
Ich kann also nur jedem empfehlen, falls er ein Kind hat, schon ganz früh übers Bausparen nachzudenken, denn so schwierig ist das nämlich nicht. Das Bausparen beginnt nämlich mit der Ansparzeit. Das kann durchaus schon zum zweiten Geburtstag sein und sich bis zur Volljährigkeit hinstrecken, denn beim Bausparen gibt es durchaus lange Laufzeiten. Ist das Kind dann volljährig, kann es selbst entscheiden, wie es weiter mit dem Geld vom Bausparen vorgeht. Es kann zum Beispiel das Geld nehmen und es weiter anlegen oder die Möglichkeit, durch Bausparen ein passendes Eigenkapital zu erwirtschaften, nutzen. Klar ist es für einen Achtzehnjährigen im ersten Moment undenkbar, das Geld vom Bausparen nicht einfach auszugeben für ein Leben in Saus und Braus. Mit ein bisschen Vernunft aber sollte schnell die Entscheidung fallen, die dem Sinn vom Bausparen auch entspricht.
Hat man jetzt selbst als Eltern nicht unbedingt den größten finanziellen Spielraum, um große Beträge beim Bausparen anzulegen, macht das gar Nichts, denn die Ansparphase ist in diesem Fall so lange, dass es durchaus reicht, schon mit 25 Euro im Monat ein ansehnliches kapital anzusparen. Vor allem ist es für das Kind dann nicht nur gut, dass die Ansparphase beim bausparen so lange war, sondern auch, dass es nach dem Bausparen die Möglichkeit hat, einen besonders günstigen Bausparkredit in Anspruch zu nehmen. So gute Zinsen wie nach dem Bausparen bekommt man nämlich meiner Meinung nach nirgends.
Alles also ganz schön ärgerlich für mich. Ich frage mich einfach, wie es so viele Menschen auch ohne Bausparen ins Eigenheim schaffen. Letztlich glaube ich, dass dies bei den meisten der Fall ist, weil sie erben und dann ausreichend Spielraum oder sogar direkt ein Haus haben, ohne jemals übers Bausparen nachgedacht zu haben.
So ist dieses Thema für mich momentan einfach nur frustrierend, weil ich nicht weiß, ob ich mir meinen Traum vom Haus überhaupt einmal leisten können werde. Für mein Kind aber werde ich auf jeden Fall schon ganz ganz früh mit dem Bausparen anfangen.

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